Mittwoch, 3. Februar 2016

Social-Media-Abend zur Sonderausstellung #Ausgegraben im Archäologischen Museum in Hamburg



Das Archäologische Museum  in Hamburg lud zu einem Social-Media-Abend ein um die neue Sonderausstellung "Ausgegraben. Harburg archäologisch"  uns Bloggern, Twitterer und Instagramern zu präsentieren und ich war dabei!!!
Während der exklusiven Führung war Fotografieren  und live posten auf Twitter und Instagram unter Hashtag #Ausgegraben sehr erwünscht! Und das wurde so gut genutzt, das die Satellitenschüsseln glühten.

Fachmännisch, spannend und locker wurden uns die eindrucksvollen Exponate von dem Archäologen Kay-Peter Suchowa vorgestellt und ich war wirklich beeindruckt was man in Hamburger Boden alles noch ausbuddelt. 




Aber was wurde nun genau von den Archäologen gefunden?

In dem Stadtteil Harburg wurde von 2012 bis 2014 auf der Harburger Schlossinsel und der Schlossstraße auf einer Fläche von 11.450 m2 etwa 6.000 Kubikmeter Erde bewegt und 13.000 Befunde erfasst und 36.000 Funde wurden inventarisiert. Das sind echt beeindruckende Zahlen!

Die untersuchten Erdschichten erzählten von den Anfängen Harburgs als Grenzfestung und den späteren Herrschaftssitz der Harburger Herzöge! Vom 13. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert! Ich hoffe ich gebe die Zahlen korrekt wieder. 

Nun genug Fakten und Zahlen, jetzt kommen viele Fotos von der beeindruckenden Ausstellung, die ihr noch bis zum 10. April 2016 besuchen könnt.

Kay-Peter Suchowa in seinem Element

Alle Besucher sind fasziniert und flanieren von einem Exponat zum anderen.

Ofenkacheln aus dem 16.-17. Jahrhundert
Luxus in der Kloake 17.-19. Jahrhundert
Die Funde aus der Kloake spiegeln den Wohlstand ihrer Benutzer wider.
Zum gehobenen Tafelgeschirr zählen, mit Sinnsprüchen verzierten, Fayenceteller.
Ein Großteil der geborgenen Gegenstände gelangten als Müll in die Kloake. Mülltrennung war damals wohl noch kein großes Thema.
 
Scheren und Nadeln zeigen, das in der Schloßstraße ein Schneidergewerbe ansässig war.

Bereits ab den 15. Jahrhundert wurden Gelenkscheren benutzt, so wie wir sie heute noch kennen.
Dieser Fund ist etwas ganz Besonderes, da es die älteste gefundene Gelenkschere im deutschen Raum ist!

Und Spielzeug wird seit der Bestehung der Menschheit hergestellt und natürlich auch mit gespielt!

Und immerzu wurde während der tollen Führung getwittert!

Wein, Weib und Gesang gab es auch schon immer!
Zapfhähne aus 14.-16. Jahrhundert die  überwiegend aus Buntmetall waren und zum Anstechen von Bier- und Weinfässer dienten. Dann zum Einschenken bzw. Zapfen des Gesöffs!

Krüge und Humpen dürfen natürlich nicht fehlen!

Eisennägel
14.-17. Jahrhundert
Nägel gehören zu den häufigsten Fundobjekten aus dem Mittelalter und der Neuzeit.


Nach der sensationellen Führung gab es für uns noch eine leckere Erfrischung in diesen stilvollen Bechern. 
Noch lange standen wir Besucher zusammen und plauderten über Hün un Perdün! Für alle Nichtplattdütschen: "alles mögliche" heißt Hün un Perdün.

Ein großes Dankeschön für diesen tollen Abend im Archäologischen Museum geht an alle, die das ermöglicht haben. Es war eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit von Hamburg!

Ich habe euch nur einen Bruchteil der Ausstellung "Ausgegraben" gezeigt! Ich empfehle euch dringends das Museum zu besuchen. Wenn ich mir die Museumsexponate so anschaue, bin ich immer  sehr beeindruckt, wie die Menschen damals gelebt haben und was man in seiner heutigen Zeit davon wiederfindet; wie z.B. die Gelenkschere!




 












Kommentare:

  1. Moin Kirsten,
    vielen lieben Dank für Deinen wunderbaren Blogbeitrag! Wir freuen uns, dass Du bei unserem Social Media Abend #Ausgegraben dabei warst und dass Dir der Abend gefallen hat!
    Besonders hat mich gefreut, das Gesicht hinter knightly'art einmal persönlich kennenzulernen! Vielleicht sehen wir uns bald einmal strickend in der Dauerausstellung des Archäologischen Museum Hamburg ;)?
    Viele Grüße, Katrin Schröder (Online Kommunikation, Archäologisches Museum Hamburg)

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    1. Hallo Katrin!
      Es war mir auch eine große Freude dich persönlich kennenzulernen und gemeinsam in deinem Museum zu Stricken ist eine grandiose Idee!
      Das machen wir!
      Beste Grüße,
      Kirsten

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  2. Schöne Fotos auch bei Dir. Besonders toll: die Nahaufnahme der Eisennägel. ,-)

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